Yoga, Meditation
Einfalt und Stille, Versunkenheit und Reinheit, Harmonie und Ruhe.
Das sind die Ziele, die uns der chinesische Philosoph Zhuangzi in dem folgenden Zitat für unsere Lebensführung mit auf den Weg gibt:
„Versuche es, mit mir zu wandern in das Schloss des Nicht-Seins, wo alles Eins ist. Da wollen wir reden über die Unendlichkeit. Versuche es, mit mir zu kommen zum Nichts-Tun, zur Einfalt und Stille, zur Versunkenheit und Reinheit, zur Harmonie und Ruhe. Dort sind alle Unterschiede verschwunden. Mein Wille hat kein Ziel, und ich weiß nicht, wohin ich komme. Ich stehe und komme und weiß nicht, wo ich Halt mache. Ich wandere hin und her und weiß nicht, wo es endet. Schwebend überlasse ich mich dem unendlichen Raum. Hier findet auch das höchste Wissen keine Grenzen.“
Das erinnert an Berichte über die Seelenzustände indischer Yogis. Als mehrere hundert Jahre später der Buddhismus nach China kam, hielt man ihn für eine Variante dieser chinesischen Philosophie (Daoismus). Aus der Verbindung beider erwuchs der Zen-Buddhismus. Wenn wir den Schritt anhalten, alle unsere Pläne, Ziele, all unser Wollen und unsere Absichten einmal vergessen, nur noch wache Präsenz im gegenwärtigen Augenblick sind und so unser Selbst und die Welt wahrnehmen, dann sind wir nahe an dem Zustand, den Zhuangzi beschreibt. Es ist ein Zustand tiefer Versenkung und höchster Glückseligkeit, Überwindung des weltanhaftenden Egos.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.