Stille
Das Boot des stillen Menschen segelt mit gutem Wind.
In der altägyptischen „Lehre des Amenemope“ (etwa 1100 v. Chr.) heißt es:
„Das Schiff des Habgierigen sitzt im Schlamme fest, das Boot des stillen Mannes segelt mit gutem Wind.“
Habgier kann hier stellvertretend auch für andere auf äußere Güter gerichtete Begierden verstanden werden, die uns – jedenfalls wenn wir sie heftig und im Übermaß begehren – nicht gut tun wie etwa Ehrsucht, Machtgier, Eifersucht oder Neid. Wenn wir wesentlich von solchen Begierden bestimmt werden, gibt es keinen Raum mehr für die Entwicklung unserer Persönlichkeit. Wir bleiben stehen und kommen nicht weiter auf dem Weg zu einem gelingenden Leben („das Schiff sitzt im Schlamm fest“). Wer sich aber nicht von solchen Begierden treiben lässt, sondern maßvoll begehrt, nichts erzwingen will, mehr auf seine Seelenruhe und innere Ausgeglichenheit achtet („stiller Mensch“), der reift zur Weisheit und kommt glücklich an sein Ziel („segelt mit gutem Wind“).
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.