Seneca
Weisheit ist Freiheit.
Befreiung von den eigenen negativen Energien, Begierden, Gefühlen und Affekten war für Seneca wie für alle Weisen der Antike eines der wichtigsten Ziele gelingender Lebensführung:
„Diese so harten, zuweilen abwechselnd, zuweilen gleichzeitig gebietenden Herren [heftige negative Leidenschaften und Begierden] loszuwerden, gibt es nur ein Mittel für dich: das ist die Weisheit: sie allein ist die Freiheit. Nur ein Weg führt zu ihr und zwar ein gerader: du kannst nicht fehlgehen. Wandle festen Schrittes. Willst du dir alles untertan machen, so mache dich selbst der Vernunft untertan; du wirst über viele gebieten, wenn du die Vernunft zu deiner Gebieterin machst.“
Das ist ganz im Sinne des Sokrates oder Platon gedacht. Die größte und eigentliche Freiheit des Menschen bestehe darin, sagten sie, sich von den eigenen schädlichen Leidenschaften, Begierden und Prägungen zu befreien, indem man sie überwindet oder lernt, mit ihnen umzugehen. Mit philosophisch begründeten Haltungen und Werten und einer entsprechenden Lebensweise wird man allmählich die negativen, selbstschädigenden Kräfte in einem überwinden oder doch beherrschen. Das eigene Denken weist den Weg. Entschlossenheit, die Fähigkeit zur Selbststeuerung und Beharrlichkeit im Einüben wohltuender Denk- und Verhaltensweisen sind es, die es einem ermöglichen, ihn zu gehen.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.