Natur - naturgemäßes Leben
Das Glück besteht in der Vollkommenheit der naturgemäßen Zustände.
Das Zitat stammt von Speusippos, dem Nachfolger Platons in der Leitung seiner philosophischen Schule in Athen, der sog. Akademie. Die darin enthaltene Auffassung entsprach einer weitverbreiteten Meinung in der antiken griechischen Philosophie. Das Glück als vollkommen „naturgemäßer Zustand“ drückt zugleich die platonisch-sokratischen Vorstellung von der guten, ausgeglichenen, in sich ruhenden Seele sowie von körperlicher und mentaler Gesundheit aus. Weiter heißt es:
„Es ist ein Zustand der Güte, eine Verfassung, nach der alle Menschen streben: die Ungestörtheit, die das Ziel der Guten bildet. Die Tugenden [die Weisheit der guten Lebensführung] aber sind es, die das Glück hervorbringen.“
Mit „Ungestörtheit“ ist die Seelenruhe, die heitere Gelassenheit und „Unerschütterlichkeit des Weisen“ gemeint, die für die Stoiker und andere griechisch-römischen Philosophen der Antike die Seelenverfassung ihres Persönlichkeitsideals verkörperte. Für die innere Verwandtschaft von „Tugenden“, „Weisheit“ und „Glück“ gibt es ein weiteres Fragment von Speusippos, das lautet: „Der Weise ist immer glücklich.“
____________________________________________________
Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.