Menzius
Der Edle murrt nicht wider Gott und grollt nicht den Menschen.
Der Ausspruch stammt von Menzius (Mengzi, Mong Dsi, um 370-290 v. Chr.). Er war der bedeutendste Nachfolger des Konfuzius, der dessen Philosophie aufnahm und weiterentwickelte. Seine Wirkung hält bis zum heutigen Tag an und übertrifft für einige die seines Meisters. In dem Zitat geht es darum, wie man sich zu dem verhält, was man nicht ändern kann, dem zufälligen Schicksal [hier: „Gott“] und den Menschen, denen man begegnet. Was wir nicht beeinflussen können, sollen wir nehmen, wie es kommt, sowohl, wenn etwas anders verläuft, als wir erhofft haben als auch, wenn wir mit den Worten oder Taten unserer Mitmenschen nicht einverstanden sind. Zwar sollten wir einen Standpunkt dazu einnehmen. Aber sich über etwas ärgern, was wir nicht ändern können, verschwendet Energie, verdirbt die Laune und bringt uns nicht weiter. Diese Energie sollten wir vielmehr auf etwas verwenden, worauf wir Einfluss haben und wo wir die Welt ein bisschen besser machen können.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.