Lebenskunst
Genieße das Leben und trachte nicht nach höheren Zielen!
Das war die Auffassung des frühen griechischen Lyrikers Alkaios (um 600 v. Chr.):
„Trinke, sei trunken mit mir, Melanippos! Glaubst du wohl –
Hast du die breite Flut des wirbelnden Acheron
Erst durchschritten –, du könntest der Sonne reines Licht
Wiedersehen? Ach, trachte nur nicht nach hohen Zielen!“
„Acheron“ ist in der griechischen Mythologie einer der fünf Flüsse der Unterwelt. Mit „durchschreiten des Acheron“ ist das Sterben gemeint. Danach werde es dunkel und freudlos, sagt uns Alkaios. Deshalb genieße den Tag, das Hier und Jetzt, fordert er uns auf, und lasse dir diesen Genuss nicht durch übermäßiges Streben nach fernliegenden Zielen entgehen. Keiner wisse, wie lange ihn die Erde noch als ihren Gast duldet. Diese den Sinnen und dem Augenblick zugewandte Haltung zum Leben war im alten Griechenland sehr verbreitet.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.