Kultur
Viele Menschen haben nichts von Vernunftwahrheiten gehört und leben trotzdem vernünftig.
Das sagte der griechische Philosoph Demokrit, ein Zeitgenosse des Sokrates und uns bekannt vor allem als Mitbegründer der Lehre, alles bestehe aus kleinsten, unteilbaren Elementen, den Atomen. Nach den uns überlieferten Fragmenten zu urteilen war er nicht nur ein Naturforscher, sondern auch ein bedeutender Weisheitslehrer, der mehr Beachtung verdient, als ihm heute zuteil wird. Er ging als „lachender Philosoph“ in die Geschichte ein und wird auf Bildern häufig lachend dargestellt. Im Text heißt es weiter: „...andere dagegen begehen die schändlichsten Handlungen und führen dabei die schönsten Vernunftwahrheiten im Munde.“ Für „vernünftig“ im einleitenden Zitat könnte man auch sagen „weise“, denn mit der Formulierung „vernünftig leben“ ist in erster Linie die praktische Lebensführung gemeint, nicht bloß das Nachdenken im stillen Kämmerlein. Demokrit meinte, dass Weisheit eine Fähigkeit sei, die man auch ohne Bücher lernen könne, etwa durch Selbstreflexion und dem ständigen Bemühen, andere und die Welt besser zu verstehen. Umgekehrt können kluge und hochgebildete Menschen in der praktischen Lebensführung auch scheitern, was nicht selten vorkommt.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.