Kairos - Der rechte Augenblick
Reden hat seine Stund, und seine Stund der Schlummer.
Der Ausspruch stammt aus der Odyssee des Homer. Die Epen des Homer, die Ilias und Odyssee, stehen nicht nur am Anfang der abendländischen Literaturgeschichte. Sie bilden auch den Anfang eines aufgeschriebenen Weisheitsdenkens. Den alten Griechen bis hin zu Sokrates, Platon und Aristoteles war Homer zugleich Lehrmeister und Nachschlagewerk der Lebensweisheit.
Mir hat es stets gutgetan, den Schlaf („Schlummer“) als heilig anzusehen, d. h. immer für ausreichend Schlaf zu sorgen und dem Ruf der Müdigkeit möglichst zu folgen, wann immer er sich hören ließ. Man muss ausgeschlafen sein, um heiter und gelassen leben zu können. Der vietnamesische Buddhist Thich Nhat Hanh sagt, wir müssen die Kunst des Ruhens wiedererlernen. Und der Dalai Lama bemerkte einmal, dass er froh darüber sei, die Gabe zu haben, überall schlafen zu können und auf diese Weise stets ausgeruht zu sein. Er ist übrigens kein Langschläfer, sondern soll jeden Morgen um 4 Uhr aufstehen, um nach der Meditation erst einmal alte heilige Texte und Weisheiten zu lesen.
___________________________________________________________________________
Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.