Gesundheit
Die Gesundheit von Körper und Geist beeinflussen sich gegenseitig.
Dieser Auffassung waren die alten Griechen. Bei Hierokles, einem stoischen Philosophen, lesen wir:
„ […] in diesem Falle ist auch das Verhältnis der Sympathie [Zusammenstimmen] bei beiden Teilen [Körper und Seele] durchaus vollkommen. Denn der eine Teil wird von dem anderen in Mitleidenschaft gezogen, und es verschließt sich weder die Seele dem, was mit dem Körper vorgeht, noch ist der Körper der Macht der Seele ganz unzugänglich. So ist die Folge von Entzündungen wichtiger körperlicher Organe Wahnsinn, Verrücktheit oder Hemmung des gesamten Vorstellungsvermögens und ebenso wird der Körper durch Kummer, Angst, Zorn, kurz durch die seelischen Gefühle mit beeinflusst […].“
Wir haben hier eine erstaunlich frühe Erkenntnis psychosomatischer Wechselwirkungen. Überhaupt kann festgestellt werden, dass sich das Weisheitsdenken in Griechenland aus Gesundheitsregeln für den Körper entwickelte, die man auf die Seele übertrug. Es ist hilfreich, sich klarzumachen, dass eine weise Lebensführung, die Affekte wie „Kummer, Angst, Zorn“ und andere belastende Gefühle und Seelenzustände abbaut, uns nicht nur von Leid befreit und glücklicher macht, sondern auch körperlichen Krankheiten vorbeugt oder Heilungsprozesse unterstützt. Praktische Philosophie in diesem Sinne ist zugleich Gesundheitsvorsorge und Heilmittel für den Körper.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.