Demokrit
Auf das Mögliche muss man also seinen Sinn richten und sich mit dem Gegebenen begnügen […].
Und weiter lesen wir bei Demokrit:
„[…] auch soll man nicht viel Aufhebens von denjenigen machen, die Neid und Bewunderung hervorrufen, noch sich in Gedanken mit ihnen abgeben, vielmehr auf die den Blick richten, denen es schlechter geht, und sich vergegenwärtigen, wie sehr sie leiden, damit das, was man besitzt und worüber man verfügt, groß und erstrebenswert erscheine; dann kann es niemals geschehen, dass die Seele durch die auf ein Mehr gerichtete Begierde Schaden erleidet. Wer nämlich die Besitzenden und von anderen Menschen Glücklichgepriesenen bewundert und in Gedanken keinen Augenblick von ihnen loskommt, fühlt sich gezwungen, […] sich durch Gier zu heillosem Tun hinreißen zu lassen, zu einer Tat, die die Gesetze verbieten. […] Wenn man sich an diesen Grundsatz hält, wird man frohgemuter leben und nicht wenige Fluchgeister von seinem Leben fernhalten: Neid und Eifersucht und Feindseligkeit.“
Wie viele Denker der antiken praktischen Philosophie empfiehlt Demokrit Selbstgenügsamkeit, die Freude an dem Vorhandenen und die Reduzierung oder Aufgabe der Begierden nach mehr. Neidvoll auf die zu schauen, die mehr haben, sollte man sich ganz abgewöhnen, denn es führt nur zu Leiden. Der Philosophenkaiser Marc Aurel sagte von seinem Stiefvater, dem Kaiser Antoninus Pius, ebenfalls ein weiser Mensch, er habe die Eigenschaft gehabt, die man dem Sokrates zugeschrieben habe, das Vorhandene genießen zu können, ohne das, was nicht da ist, zu vermissen.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.