Achtsamkeit
Wen Gott liebt, der kann hören.
Der Ausspruch findet sich in einem ägyptischen Papyrus, der etwa 4400 Jahre alt ist, die sog. Lehre des Ptahhotep. Einiges spricht dafür, dass hier mehr gemeint ist als bloßer Gehorsam gegenüber Gott oder einem Dritten. Vielmehr gilt der als begnadet („Wen Gott liebt“), der es versteht, seinen Mitmenschen achtsam zuzuhören, das Gehörte zu bedenken und seine Wahrheit in sich aufzunehmen. Nur so vermag es auf sein Denken, Wollen und Handeln zu wirken. Auf diese Weise lernt er ständig dazu, wird innerlich reicher und verfeinert seine Lebensweise. Für dieses Verständnis spricht der Kontext:
„Leben, Heil und Gesundheit eines Menschen bestimmt also sein Herz.
Ein (jeder) Hörer hört wohl, was gesagt wird,
aber nur wer bereitwillig hört, handelt auch nach dem Gesagten.“
In dem „bereitwillig hört“ liegt Zugewandtheit, Offenheit und die Bereitschaft, sich anrühren und verändern zu lassen. Es ist eine Form der Achtsamkeit. Das „Herz“ war bei den alten Ägyptern sowohl Sitz der Emotionen wie auch der Vernunft. Nur wenn beides wach und aufnahmebereit ist, kann es zu einer Verinnerlichung des Gehörten und damit zu echtem Lernen, Erfahren und seelischem Wachsen kommen.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.