Achtsamkeit
Achte auf deine Schwächen!
Epiktet, ein bedeutender Lehrer der stoischen Philosophie und ehemaliger Sklave, lehrte, im Rahmen der Selbstbeobachtung die Achtsamkeit besonders darauf zu richten, die eigenen Schwächen zu erkennen:
„Ist es möglich, ohne Fehler zu sein? Unmöglich; aber das ist möglich, dauernd danach zu trachten, keinen Fehler zu machen. Denn wir müssen zufrieden sein, wenn wir, niemals in solcher Achtsamkeit ermattend, wenigstens von einigen Fehlern frei werden.“
Ein gutes Leben zu führen setzt voraus, dass wir uns neben den vielfältigen Tätigkeiten im Außen auch regelmäßig um uns selbst kümmern und dafür sorgen, zehrende negative Gefühle abzubauen und nährende positive Gefühle zu entwickeln. Wir sollten maßvoll aber kontinuierlich an unserer Selbstkultivierung arbeiten, d. h. uns bemühen, innerlich zu wachsen und zu reifen, um uns immer wohler in unserer Haut zu fühlen. Diese Selbsterziehung ist bewusste Persönlichkeitsentwicklung. Sie besteht vor allem darin, sich mit den eigenen Schwächen („Fehlern“) auseinanderzusetzen, sie abzubauen oder ihre Auswirkungen einzudämmen. Denn unser seelisches Leiden in seinen vielfältigen Formen wie Missmut, Sorgen, Ärger, Neid, Gier, Bedrückung, Lust- und Antriebslosigkeit, Ängste, Nervosität, Getriebensein, innere Leere, Unkonzentriertheit – also alles das, was einem „guten Leben“ entgegensteht – ist Folge unserer unbewältigten Schwächen und Defizite oder der Unfähigkeit, mit diesen Schwächen umzugehen.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.