Yin und Yang
Ihre Gefühle kannten keine Extreme, sie lebten ein ausgewogenes, zufriedenes Leben.
In dem altchinesischen medizinischen Buch „Der Gelbe Kaiser“ wird die Gesundheit von Körper und Seele auf einen ausgewogenen Energiefluss im Körper zurückgeführt (chin. Qi, Ch’i). Die Autoren brachten diesen Energiefluss in Verbindung mit der Annahme einer polaren Spannung zweier kosmischer Kräfte und der daraus entstehenden Dynamik allen Geschehens in der Welt. Diese Kräfte, aus denen alles Seiende entsteht, nannten sie Yin und Yang. Die alten Chinesen hatten die Vorstellung, dass alles Leben, jede Bewegung, jede Veränderung, sei es in der gegenständlichen oder geistigen, in der äußeren oder in der inneren Welt, von diesen unsichtbaren Kräften bewirkt wird. Den Ursprung dieser Kräfte und das Wesen dieser Bewegung nannten sie Dao (Tao, der rechte Weg). Aus dem Zusammenspiel von Yin und Yang entstehen alle Dinge und Verhältnisse. Wer sein Leben mit dieser Dynamik, die Teil seines natürlichen Wesens ist, harmonisch zu synchronisieren versteht, den nannten sie einen Weisen. Im „Gelben Kaiser“ heißt es:
„Es gab da noch eine dritte Art von Menschen, die als Weise bekannt waren. Die Weisen lebten in Frieden unter dem Himmel auf der Erde, sie folgten dem Rhythmus der Planeten und des Universums. Sie passten sich an die Gesellschaft an, ohne sich jedoch von kulturellen Strömungen mitreißen zu lassen. Ihre Gefühle kannten keine Extreme, sie lebten ein ausgewogenes, zufriedenes Leben […]. Im Inneren vermieden sie es, sich übermäßig zu belasten. Sie weilten in Stille und erkannten die leere Natur der Erscheinungen. Diese Weisen lebten über 100 Jahre, weil sie ihre Energien nicht zerstreuten und schwächten.“
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.