Yin und Yang
In unaufhörlichem Wechsel folgt auf Vereinigung die Trennung und auf diese wieder Vereinigung.
Das war die Auffassung des frühen griechischen Philosophen Empedokles. Sie kann als die griechische Version des chinesischen Gedankens von Yin und Yang und ihrem von spannungsvoller Polarität gekennzeichneten Wechselspiels angesehen werden:
„Wie die beiden Kräfte, Liebe und Hass, bisher waren, so werden sie immer
Sein und ich glaube, sie werden in der unendlichen Ewigkeit niemals vergehen. [...]
In unaufhörlichem Wechsel tritt bald in Liebe vereint alles in Eines zusammen
Bald strebt jegliches vom Hasse entzweit wieder nach Trennung.“
All unser Denken, Handeln und Wollen lässt sich auf Begehren, Sehnsucht, Neigung, Liebe und die jeweils gegenteiligen Gefühle zurückführen. So sieht Empedokles im „unaufhörlichen Wechsel“ von Liebe und Hass eine ewige Urpolarität, die das Leben durchzieht. Der berühmte Dialog „Das Gastmahl“ von Platon gibt dieses Phänomen in verschiedenen Mythen wieder. Er ist ein Loblied auf den Eros, den Gott der Liebe, der alles bewegt und am Leben erhält und schließlich auch den philosophisch lebenden Menschen antreibt, das Gute zu erkennen und zu tun, um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.