Weisheiten des Islams
Die Welt ist eine Brücke, geht darüber, aber baut kein Haus auf ihr!
Der Ausspruch soll von dem malaiisch-islamischen Schriftsteller Bukhari al-Jauhari (17. Jh.) stammen. Das Leben ist Wachstum, Wandel, Veränderung, Entstehen und Vergehen. Das Feste und Unveränderliche widerspricht seinem Wesen. Platon sagte einmal, dass derjenige, der dieses Leben wähle, Werden und Vergehen wähle. Häuser sind nur Herbergen auf dem Lebensweg. Das pulsierende Leben bleibt nicht stehen.
Eine altindische Erzählung lautet folgendermaßen: Ein indischer Herrscher wollte sich einen neuen Palast errichten lassen. Als er sich einmal in der Natur aufhielt, sah er am Himmel eine Wolke, deren Form genau dem entsprach, wie er sich seinen neuen Palast vorstellte. Schnell holte er Papier und Stift, um die Gestalt festzuhalten. Doch als er wieder zurückkam, hatte die Wolke ihre Form schon völlig verändert. Daraufhin dachte der Herrscher über die Vergänglichkeit der Welt nach. Er gab schließlich all seine Herrschaft und seinen Besitz auf, zog sich in ein Kloster zurück und führte fortan das Leben eines Mönchs. Nachdem Konfuzius den Laotse getroffen hatte, soll er gesagt haben: „Der Drache schwingt sich auf dem Wind und den Wolken in den Himmel. Heute habe ich Laotse gesehen, er ist wie ein Drache!“ Das Leben ist ein ständiger Fluss, auf dem wir in unserem kleinen Kahn dahingetrieben werden, ohne Halt zu finden, aber mit der Möglichkeit, ihn zu steuern.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.