Vita activa
Nicht zu nah und nicht zu fern!
Als der griechische Philosoph Antisthenes, ein Schüler des Sokrates und Begründer einer bedeutenden Philosophenschule, gefragt wurde, wie man sich zur Politik verhalten solle, sagte er:
„Wie zum Feuer. Nicht zu nah, damit man nicht anbrennt, nicht zu fern, damit man nicht friert.“
Vielleicht dachte Antisthenes dabei nicht nur an die Politik im engeren Sinne, sondern an jedes politische und gesellschaftliche Handeln, also an jede Form einer „vita activa“. Wir sollten im Rahmen unserer Möglichkeiten in die Gesellschaft hineinwirken, uns selbst darin aber nicht verlieren. Als Ausgangs- und Rückzugspunkt sollten wir stets unsere persönliche Mitte wahren und pflegen, unsere „innere Burg“, wie Seneca und Marc Aurel sich ausdrückten. Hier ist die Quelle unserer Kraft und unseres Glücks. Wie Marc Aurel empfahl, ist es nötig, regelmäßig zu ihr zurückzukehren, um uns zu sammeln und unseren Lebensweg zu prüfen.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.