Thich Nhat Hanh
Lernen ist kein wahres Lernen, wenn ihm nicht Reflexion und Üben folgen.
Das Lernen, von dem Thich Nhat Hanh hier spricht, betrifft in erster Linie die Lebensführung. Die Einsicht und das Erkennen („Reflexion“) ist der erste Teil dieses Lernens. Aber das allein reicht nicht. Lernen im Bereich der Lebensführung heißt sich verändern und weiterentwickeln. Das aber geschieht nur, wenn wir unser Denken, Wollen, Sprechen, Fühlen oder Handeln ändern. Nachhaltige Veränderung setzt voraus, dass die entsprechenden neuronalen Verschaltungen und das Reiz-Reaktionsschema verändert werden. Dazu bedarf es – wie Aristoteles es formulierte – eines „wiederholten vernunftgesteuerten Bewegtwerdens“, d. h. eines festen Entschlusses, etwas verändern zu wollen, des Einübens einer neuen Gewohnheit und einer Beharrlichkeit, die Übung solange fortzusetzen, bis die neue Gewohnheit zu einem automatisch ablaufenden, unbewussten Muster im Gehirn abgespeichert ist. Das Gelernte muss so verinnerlicht werden, dass die alte Gewohnheit verdrängt, d. h. das alte Muster, die alte neuronale Verschaltung überschrieben wird. Das neue Verhalten muss ohne Nachdenken spontan aus einem herausfließen.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.