Thich Nhat Hanh
Nach dem Wissen kommt das Üben, nach dem Üben die Leichtigkeit des Seins.
Thich Naht Hanh beschreibt im Folgenden, wie das Leben leicht und angenehm werden und wie man vom Lernen zu einem Leben spontanen Selbstseins kommen kann. Das ist dann der Fall, wenn man stets dasjenige denkt, sagt, tut und empfindet, was aus der Mitte des eigenen Selbst kommt, uns und anderen nachhaltig guttut und maßgeblich dazu beiträgt, dass unser Leben gelingt.
„Wir betreten den Übungsweg durch das Tor des Wissens; vielleicht führte eine Lehrrede oder ein Buch uns dorthin. Wir schreiten auf dem Pfad voran, und unser Leiden nimmt ab, ganz allmählich. An einem bestimmten Punkt aber müssen alle unsere Vorstellungen und Ideen der unmittelbaren Erfahrung den Vorrang einräumen. Wörter und Ideen sind nur dann von Nutzen, wenn sie in die Praxis umgesetzt werden. Wenn wir aufhören zu diskutieren und anfangen, die Lehren in unserem Leben zu verwirklichen, kommt der Augenblick, wo wir erkennen, dass Pfad und Leben eins sind, und wir verlassen uns nicht länger allein auf die Formen des Praktizierens. Unser Handeln wird zu ‚Nicht-Handeln‘, unser ‚Praktizieren‘ zu ‚Nicht-Praktizieren‘.“
„Nicht-Handeln“ bedeutet, dass wir nicht aus selbstbezogenen Absichten handeln, sondern aus dem verinnerlichten Bedürfnis heraus, fortzuleben, Gutes zu tun und zu helfen. Die Lehre, sagen die Buddhisten, ist nur das Boot, das uns zum gegenüberliegenden Ufer trägt. Dort angekommen, brauchen wir das Boot nicht mehr.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.