Thich Nhat Hanh
Der Buddha gab uns Anweisungen, wie wir Körper und Geist beruhigen und tief schauen lernen können.
Mit diesen Worten leitet Thich Naht Hanh seine Darstellung der Lehre Buddhas von der Überwindung des Leids ein und fährt fort:
„Ein solches Zurruhekommen vollzieht sich in fünf Schritten:
- Erkennen - Wenn wir ärgerlich sind, erkennen wir den Ärger und sagen: ‚Ich weiß, dass Ärger in mir ist.‘
- Annehmen - Wir streiten nicht ab, dass wir ärgerlich sind. Wir akzeptieren das, was da ist.
- Umarmen - Wir umarmen unseren Ärger – geradeso, wie eine Mutter ihr weinendes Kind umarmt. Wir umarmen unser Gefühl mit unserer Achtsamkeit. Schon das allein kann unseren Ärger und uns zur Ruhe bringen.
- Tief schauen - Wenn wir uns genügend beruhigt haben, gelingt es uns, tief zu schauen. So können wir herausfinden, was unseren Ärger ausgelöst hat, warum unser inneres Kind sich so unwohl fühlt.
- Verstehen - Dieses tiefe Schauen lässt uns die vielen Ursachen und Bedingungen erkennen – primäre wie sekundäre –, die zum Entstehen unseres Ärgers beigetragen, die unser Kind zum Weinen gebracht haben. Vielleicht hat es Hunger, vielleicht sticht eine Nadel in seine Haut. Vielleicht wurde unser Ärger ausgelöst, als ein Freund uns barsch anfuhr, und plötzlich fällt uns ein, dass ihm elend zumute sein muss, weil sein Vater im Sterben liegt. In dieser Weise sinnen wir nach, bis wir erkennen können, was unser Leiden verursacht hat. Mit dieser Erkenntnis wissen wir dann, was wir tun müssen und was nicht, um die Situation zu verändern.“
Mit der Veränderung der Situation ändern sich auch unsere Emotionen: weg von belastenden, leidvollen hin zu positiven, freudvollen Emotionen.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.