Selbstsein
Treue gegen sich selbst und Güte gegen andere.
In den „Gesprächen“ des Konfuzius lesen wir:
„Konfuzius fragte: ‚Zeng Shen [ein Schüler], gibt es einen Gedanken, der sich wie ein roter Faden durch meine Lehre zieht?’ Zeng-zi bejahte es. Nachdem der Meister gegangen war, fragten die Schüler: ‚Was meinte er?’ und Zeng-zi sagte daraufhin: ‚Treue gegen sich selbst und Gütigkeit gegen andere.’“
Der letzte Satz wird auch übersetzt mit „Treu sein und immer das Rechte tun“. Er wird gedeutet als „Bewusstsein der Mitte und der Gleichheit“, d. h. der eigenen Mitte und der Gleichheit der Menschen. Für Konfuzius ist es daher von größter Bedeutung, dass wir in unserem Denken, Handeln und Sprechen aufrichtig und authentisch sind („Treue gegen sich selbst“), die anderen als gleich anerkennen und respektieren und jede Überheblichkeit, jeden Dünkel, jede Arroganz ablegen. Die Mitmenschlichkeit („Gütigkeit“) – gelegentlich auch als „gegenseitiges Verstehen“ übersetzt –, war für Konfuzius der höchste Wert weiser Lebensführung. Sie wurzelt im richtig verstandenen Selbstsein. Denn nur im harmonischen, zugewandten Miteinander lässt sich das Selbstsein verwirklichen. Erst im Wir oder – wie es schon in der Antike häufig hieß – in der Liebe vollendet sich das Selbst und findet seine tiefste Befriedigung und Freude.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.