Perspektivwechsel
Es heißt, dass der Weise Unglück in Glück zu verkehren vermag.
Der Ausspruch stammt von Konfuzius. Er dürfte dabei unter anderem an den Perspektivwechsel gedacht haben, d. h. an die Fähigkeit, in allem etwas Positives zu sehen, wenn man nur anders auf die Sache, die Situation oder das Geschehen schaut. Diese Fähigkeit war im antiken Weisheitsdenken in West und Ost von großer Bedeutung und ist es auch heute noch. Um belastende Gefühle zu verändern, ist es oft hilfreich, das Ereignis, das diese Gefühle ausgelöst hat, von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei versuchen wir uns aus der emotionalen Gebundenheit in der konkreten Situation herauszulösen und einen anderen Blick darauf zu gewinnen. Zum Beispiel können wir in Distanz zu uns selbst treten, „von oben“ auf uns draufschauen, den Horizont erweitern oder in größeren zeitlichen und räumlichen Dimensionen denken, um zu einer anderen Bewertung des Geschehenen zu gelangen. Es gibt kein „Übel“, in dem nicht auch etwas Positives zu finden ist. So können wir das Drückende oder als negativ Empfundene der augenblicklichen Situation mildern, auflösen oder sogar ins Gegenteil verkehren. Diese Fähigkeit ist nach Konfuzius die hohe Schule der Lebenskunst und eine der wesentlichen Eigenschaften eines weisen Menschen.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.