Mitte
Mit fester Kraft besetzt die Mitte!
Bei Boethius, einem römischen Philosophen und Gelehrten, mit dessen Buch „Trost der Philosophie“ man gewöhnlich die antike Philosophie enden lässt (5. Jh. n. Chr.), lesen wir:
„Mit fester Kraft besetzt die Mitte; alles, was darunter stehen bleibt oder darüber hinausgeht, enthält eine Geringschätzung des Glückes, nicht den Lohn für den Kampf.“
Zwei Aspekte finden wir in der etwas gewundenen Formulierung. Zum einen, dass die Wahrung der eigenen Mitte zu einem glücklichen Leben führt, sie zu verfehlen aber zum Gegenteil. Zum anderen, dass alles Bemühen, das nicht aus dem Zentrum der eigenen Persönlichkeit erwächst, nicht der Mühe wert ist. Denken wir beispielsweise an die Einseitigkeit eines Lebens, das nichts als den beruflichen Erfolg kennt und darüber alles andere vernachlässigt. Eine wohltuende ausgeglichene Balance (Mitte) zwischen Beruf, Privatleben, Selbstsorge und anderen wesentlichen Bedürfnissen wird verfehlt. Eine solche Lebensweise endet häufig in Überarbeitung, Unausgeglichenheit und oftmals auch in Krankheit.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.