Mitte
Zu viel ist ebenso falsch wie zu wenig.
Der Ausspruch stammt von Konfuzius. Der deutsche Gegenwartsphilosoph Lutz Geldsetzer, der sich intensiv mit der klassischen chinesischen Philosophie beschäftigt hat, kommentiert diese Stelle wie folgt:
„Hier kann man den Übergang von Zhong (Mitte) […] zum Yong (Maß) […] – von der Mitte zum Maß –, von dem im Buch von „Mitte und Maß“ die Rede ist, schön ersehen. Zu viel und zu wenig sind selbst schon Maßverhältnisse, und um ihr Maß beurteilen zu können, muss man über das richtige Maß, nämlich die Mitte als Ausgangspunkt verfügen. Gewiss kann es sich nicht um eine quantitative Maß- oder Messskala handeln […].“
Auf letzteres wies schon Aristoteles hin, in dessen ethischem Denken der „mittlere Weg“ eine zentrale Rolle spielte. Er steht für die Tugend, die darin bestehe, die Extreme zu vermeiden. Er meinte, die Mitte zu finden, sei schwierig, denn sie liege bei jedem woanders. Jeder ist einmalig und hat seine Mitte in seiner einmaligen Seelenkonstellation zu suchen, um sich selbst gerecht zu werden.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.