Körper
Wandern in Wäldern und auf Bergen ist heilsam.
Das behauptete der chinesische Philosoph Zhuangzi. Er bezog dies auch auf die Seele. Sie solle stets um ein weites, offenes Denken und Anschauen bemüht sein und einseitige Festlegungen vermeiden. Er führt aus:
„Seine Seele (des Menschen) hat ein natürliches Vermögen, sich zu ergehen. Ist das Haus nicht geräumig, so kommen Frau und Schwiegermutter hintereinander. Vermag die Seele sich nicht auszudehnen, so kommen die Sinneswahrnehmungen untereinander in Streit. Der heilsame Einfluss, den Wälder und Berge auf die Menschen ausüben, kommt größtenteils davon, dass sie für den Geist unerschöpflich sind. Die Kräfte des inneren Lebens zerrinnen, wenn man sich einen Namen machen will. Der Name zerrinnt in Gewalttätigkeiten; sorgendes Denken entsteht aus der Ungeduld; die Klugheit entsteht aus dem Streit. Absonderung (von der allgemeinen Lebensquelle) entsteht aus dem Eigenwillen.“
Mit anderen Worten: Wer sich etwa zu sehr um Karriere, Ansehen und Besitz bemüht, der verlässt seine Mitte und ruht nicht mehr in sich. Er bezieht sich wesentlich auf Äußeres und macht sich davon abhängig. Streit, Sorgen, Entfremdung, innere Unruhe („Ungeduld“) und Leere haben hierin ihre Ursache. Statt weiser Selbstgenügsamkeit beherrscht ihn ein eigensüchtiger, berechnender Ehrgeiz („Klugheit und Eigenwille“). Er verrennt sich in seinen Zielen, verengt seine Lebenswelt und Lebensmöglichkeiten und hat die Weite des Denkens verloren.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.