Kaibara Ekiken
Wenn das Herz nicht ruhig und friedvoll ist und wir keine Freude empfinden, dann kommen unwürdige [leidvolle] Gedanken auf.
Der japanische Gelehrte und Philosoph Kaibara Ekiken (1630-1714), den man angesichts seiner Weisheit, seines Wissens und seines Ansehens mit Goethe vergleichen könnte, zitiert aus dem Buch Raiki (eine ältere japanische Weisheitsquelle). Im Zusammenhang lautet die Stelle:
„Der Unwissende versteht nicht die Freuden in seinem Herzen, deshalb sind die Freuden der äußeren Welt für ihn ohne Sinn. Auf diese Weise verliert er den Blick sowohl auf die inneren Freuden wie auch auf die äußeren. Die Weisen sprechen häufig von der Freude. In dem Buch Raiki heißt es: ‚Wenn das Herz nicht ruhig und friedvoll ist und wir keine Freude empfinden, dann kommen unwürdige [leidvolle] Gedanken auf‘"
Alle tiefere Freude wurzelt in der eigenen Seele. Ist man in seiner Mitte angekommen, hat man die „Knoten des Herzens“ gelöst und in sich Ausgeglichenheit, Ruhe und Frieden gefunden, dann erst wird man nach Ekiken fähig, wahre Freude zu empfinden, im Innen wie im Außen. Ohne diese Grundlage, bleiben alle Freuden oberflächlich und flüchtige Momente ohne Folge und Nachhaltigkeit. Dann haben es schädliche Gedanken und Neigungen leicht, von der Seele Besitz zu ergreifen, die Stimmung zu trüben und uns zu leidvollen Handlungen zu verleiten.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.