Kaibara Ekiken
Welche tiefe Freude können wir erleben, wenn wir die Wunder von Himmel und Erde wahrnehmen!
Kaibara Ekiken war auch ein bedeutender Naturwissenschaftler und schuf eine eigenständige japanische Botanik, die noch heute geschätzt wird. Er liebte die Natur, durchwanderte ganz Japan und soll jeden japanischen Berg bestiegen haben. Im Zusammenhang lautet die Stelle:
„Welche tiefe Freude können wir erleben, wenn wir die Wunder von Himmel und Erde wahrnehmen: Das Licht der Sonne und des Mondes, die wandelnden Gestalten der Wolken und Nebel, das ständige Vorbeiziehen der Jahreszeiten, die erhabene Gestalt der Gebirge, der tanzende Strom, die leichte Brise, die Feuchte von Regen und Tau, die Reinheit des Schnees, das Lächeln der Blumen, das Wachsen wohlduftender Kräuter, das unaufhörliche Leben der Vögel, Tiere, Fische und Insekten. Um uns mit diesen Wundern der Natur vertraut zu machen, müssen wir unsere Gefühle reinigen, die heiligen Gedanken nähren und niedrige und unreine Wünsche vertreiben. Das heißt Inspiration, denn der innere Gott ist geweckt und entfaltet sich in der Berührung mit der äußeren Welt.“
Neuere wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass Menschen, die viel in der Natur sind, glücklicher leben. Dasselbe bringt Ekiken in dem Zitat zum Ausdruck. Wichtig ist der Hinweis, dass tiefes Naturerleben und tief empfundene Freude an der Natur voraussetzen, dass man mit sich im Reinen ist, in sich ruht, sich zu einem „guten Menschen“ entwickelt und schädliches Denken, Sprechen und Handeln überwunden hat. Dass dann „der innere Gott geweckt“ werde, wie Ekiken schreibt, erinnert an die wörtliche Übersetzung des altgriechischen Wortes für „Glück“: eudaimonia, d. h. der gute Gott in einem. „Heilige Gedanken“ sind demnach solche an das Gute, Schöne und Gerechte.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.