Glück
Keine Tür gibt es für Glück und Unglück, der Mensch ruft sie selber herein.
Der Ausspruch stammt aus einem chinesischen Text unbekannten Ursprungs aus dem 4./3. Jh. v. Chr., dem sog. Dso Dschuan. Der Gedanke, der hier zum Ausdruck kommt, entsprach der Auffassung nahezu aller Weisen der Antike in West und Ost, von denen Texte überliefert sind. Zwar gibt es ein „Glück“, das uns von außen zufällt („ich habe Glück/Pech gehabt“). Das Glück als dauerhafter Gefühlszustand, als Befindlichkeit oder Grundstimmung der Seele, als gute Seelenverfassung („ich bin glücklich“) hat mit solchem Zufallsglück, wenn überhaupt, sehr wenig zu tun. Eine nachhaltige innere Zufriedenheit ist das Ergebnis unseres Umgangs mit uns selbst, der Ordnung unseres Seelenhaushalts, der Reinigung von leidvollen, belastenden Affekten, dem Abbau selbstschädigender Denk-, Wollens- und Verhaltensgewohnheiten. Sie hat viel mit unseren Haltungen, Vorstellungen, Anschauungen und unserer Lebensführung zu tun. Dieses Glück schaffen wir uns selbst („der Mensch selber ruft es herein“).
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.