Glück
(Offenbar sind die "Worte der Weisheit" heute nicht bei allen angekommen. Deshalb übersende ich sie ein zweites Mal.)
Keiner ist ganz und in allem ein Glücklicher.
Bei dem frühen griechischen Dichter Theognis von Megara (6. Jh. v. Chr.) lesen wir:
„Keiner ist ganz und in allem ein Glücklicher, aber der Edle (Weise)
Erträgt, wenn ihn Kummer umfängt, ohn' es zu zeigen jedoch.“
Die alten Griechen dachten sehr lebensnah und wussten, dass das Glück stets wankend und relativ ist und nie ganz und ewig erlangt wird. Selbst bei dem Weisesten, der für sie der Glücklichste war, unterliegt es unterschiedlichen Stimmungen, allerdings auf hohem Niveau. Er ist auch deshalb glücklicher zu nennen, weil er schwere Zeiten zu ertragen weiß. „Ohn’ es zu zeigen“ bedeutet hier nicht, dass der Kummer einfach unterdrückt oder verdrängt wird, sondern dass er innerlich angenommen und so aufgefangen und verarbeitet wird, dass die Seele als Ganzes bei aller Gedrücktheit oder Traurigkeit ihre positive Grundbefindlichkeit nicht verliert und gefasst bleibt. So behält er auch äußerlich ein heiteres Aussehen.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.