Gerechtigkeit
Wenn die Oberen Gerechtigkeit üben, so kommen Staat und Haus in Ordnung.
Im chinesischen „Buch der Riten, Sitten und Gebräuche“ (Liji) heißt es:
„Jedermann im Volk führe seine Bezeichnung nach dem, was er kann. Er genieße die Früchte seiner Kraft zu seiner Zeit; er bekomme seine Stellung nach seinen Fähigkeiten ... Wenn die Unteren nicht ausgebeutet werden, so gelangen Staat und Haus in Wohlstand. Wenn die Oberen Gerechtigkeit üben, so kommen Staat und Haus in Ordnung. Wenn die Vorgesetzten gute Sitten haben, so wird im Volk nicht gestritten. Wenn man die Götter verehrt, so kommt Ehrfurcht in Staat und Haus. Wenn man die Leute alle in Liebe umfasst, so hegt das Volk keinen Groll.“
Gerechtigkeit meint hier zum einen, dass der Einzelne in einem gerechten Gemeinwesen seine persönlichen Anlagen verwirklichen kann und danach anerkannt werde, was er kann und tut. Platon nennt das: jedem im Staat das Seine zukommen lassen. Zum anderen, dass in Staat und Gesellschaft eine Ordnung herrscht, die ein friedliches Zusammenleben auf allen Stufen der Gesellschaft ermöglicht. Das ist nach dem Text dann der Fall, wenn die Herrschenden gerecht und nach guten ethischen Grundsätzen handeln („gute Sitten haben“).
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.