Gegensätze
Das Gegensätzliche zieht sich an durch gegenseitige Liebe und Eintracht. Dazu verhilft die Musik.
In dem Dialog ‚Das Gastmahl’ schreibt Platon:
„[…] Doch vielleicht wollte er [Heraklit] nur dies sagen, die Harmonie sei durch die musikalische Kunst entstanden, indem das vorher auseinanderstrebende Hohe und Tiefe durch sie weithin in Einklang gebracht worden sei. Denn solange das Hohe und Tiefe noch auseinanderstreben, ist keine Harmonie denkbar. Ist doch die Harmonie Einklang, Einklang aber eine Art Übereinstimmung […] Zum Einklang aber verhilft […] die Musik, indem sie gegenseitige Liebe und Eintracht einpflanzt; und so ist denn die Musik ihrerseits die wissenschaftliche Einsicht in die Liebesregungen [Anziehungen] im Gebiete der Harmonie und des Rhythmus. Und was die eigentliche Struktur von Harmonie und Rhythmus betrifft, so ist es nicht schwer, die Liebesregungen zu erkennen, wie sich denn hier der zwiefache Eros auch noch nicht findet.“
„gewöhnliche“ Liebe zwischen zwei Menschen, „mit der man vorsichtig sein muss“, und andererseits die „himmlische“ Liebe zu den Ideen, den immateriellen und geistigen Gütern. Von dieser Unterscheidung rührt die Rede von der „platonischen Liebe“ her. Musik als die Lehre von Harmonie und Rhythmus war für Platon ebenso wie für Konfuzius und andere Denker der Antike ein Mittel zur Überwindung von Gegensätzen in der Welt, in der Seele und im Körper. Die Musik galt ihnen als Leitbild und Erzieherin für den Charakter und eine harmonische Lebensführung.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.