Besonnenheit
Manchen geht es gut, weil sie Glück haben, anderen, weil sie besonnen sind.
Das ist der Sinn folgender Stelle im ägyptischen sog. Papyrus Insinger:
„Stolz und Hochmuth ist das Verderben ihrer Besitzer. Wer sein Herz selbst erkennt, den kennt das Glück. Wer sanft mit gutem Charakter ist, schafft sich selbst sein Glück. Wer wegen etwas Unbedeutendem sehr zornig wird, dessen Tod wird hart sein. … es gibt den, dem es von Glücks wegen gut geht, aber auch den, dem es wegen seiner Besonnenheit gut geht.“
Besonnenheit ist die Kunst des rechten Maßes, insbesondere im Umgang mit den eigenen Begierden und Leidenschaften, eine Art „künstlerischer Takt für Maß und Form“ (Bruno Snell). Hier wird beispielhaft der Zorn genannt, der unnötig, schädlich und unangemessen ist, wo er sich – wie oft – an Unbedeutendem entzündet. Wer besonnen mit sich umgeht, zu dem kommt das Glück von selbst und zwar aus der eigenen Mitte. Er braucht kein Zufallsglück, das von außen kommt. Er verwandelt jede Situation in eine gute, mindestens in die bestmögliche.
____________________________________________________________________________
Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.