Besonnenheit
Die Besonnenen, die in Wort und Tat dem Maß der Mitte folgen, sind selten.
„Konfuzius sprach: Wenn ich schon niemanden um mich finde, der in Wort und Tat dem Maß der Mitte folgt, dann will ich wenigstens mit Leuten Umgang haben, die entweder begeisterungsfähig sind oder aber mit Bedacht handeln. Die Begeisterungsfähigen streben vorwärts, die bedacht Handelnden wollen das Falsche vermeiden.“
Das Selbstbildungskonzept des Konfuzius beruht entscheidend darauf, dass wir an uns selbst arbeiten, d. h. unser Verhalten ändern, wo es zu Leid führt: Fehler abstellen, Charakterschwächen mindern, Stärken ausbilden, ambitioniertes Streben sinnvoll zügeln, so dass es nicht zu Überforderung oder einer einseitigen Lebensweise führt etc. Das alles geschieht mit dem Ziel, die Persönlichkeit zu bilden, sie zur Einheit und Stimmigkeit zu entwickeln, und das bedeutet: authentischer, erfüllter und zufriedener zu leben. Das ist, meinte Konfuzius, nicht nur für einen selbst, sondern auch für die Gesellschaft das Beste. Er erkannte, dass niemand in seiner Umgebung das Ideal der Weisheit (Besonnenheit) erreicht. Das nahm er als menschlich hin. Es störte ihn aber, wenn sich jemand nicht einmal bemühte, sich diesem Ideal anzunähern. „Wer aufgehört hat, besser sein zu wollen“, heißt ein Spruch, dessen Zuschreibung unklar ist, „hat aufgehört, gut zu sein.“
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.