Aussprüche der „Sieben Weisen“
Gewinn ist unersättlich.
Der Ausspruch stammt von Pittakos, einem der sog. „Sieben Weisen“ des antiken Griechenlands. Die Sieben Weisen waren angesehene Persönlichkeiten aus dem 7. und 6. Jh. v. Chr., überwiegend Staatsmänner, von denen kurze Sätze – häufig nur drei Worte – zu weitverbreiteten, sprichwörtlichen Weisheiten wurden. Sie zählen zu den ersten in Worte gefassten ethischen Weisungen des Abendlandes. Die einzigartige praktische Philosophie der Griechen wie die des Sokrates, Demokrit, Platon, Aristoteles, Epikur, der Stoa u. a. entwickelte sich erst später. Pittakos bringt in dem Zitat ein häufig anzutreffendes Bestreben des Menschen zum Ausdruck, errungenen Gewinn ständig vergrößern zu wollen. Die griechischen Philosophen sahen darin eine seelische Krankheit, die sie „Pleonexie“ nannten, das Immer-mehr-haben-Wollen. Dass dies nach Pittakos zu Schaden an der eigenen Seele sowie an der Gemeinschaft führt, klingt in dem Zitat deutlich an, denn Maßlosigkeit war den Griechen ein sicherer Vorbote von Leid. Bei dem frühen Dichter Pindar finden wir daher die beherzigenswerte Aufforderung: „Dem Glück ein Maß zu setzen, tut Not“, eine frühe Gegenposition zum ökonomischen Wachstumsdogma moderner Industriestaaten.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.